Vom Spitzensport lernen: Die 17 Erfolgsregeln von Günter Bresnik

(aus dem Buch: Die Dominic Thiem Methode)

Das Buch hat mich begeistert! Der Erfolgs-Tennistrainer, Günter Bresnik, hat Dominic Thiem im Kindesalter  «entdeckt» und ihn an die Weltspitze gebracht. Ein harter und langer Weg mit vielen Hindernissen und Hürden. Bresnik war unter anderem auch Trainer von Boris Becker, Henri Leconte und vielen mehr. Hier sind seine wichtigsten Erfolgsregeln, die sich sehr gut ins Berufsleben übertragen lassen. Viel Spass beim Lesen!

Regel 1: Am Anfang steht das Ziel!

  • Erst wenn man das Ziel kennt, sollte man sein Vorhaben beginnen.
  • Ein Ziel gibt Orientierung bei jeder Entscheidung.
  • Erst ein Ziel gibt einem Vorhaben, Struktur und Verbindlichkeit.

Regel 2: Ein Wunsch ist kein Ziel!

  • Ein Wunsch bringt keine Struktur, keine Verbindlichkeit, keine Orientierung, keine Motivation.
  • Im Gegenteil. Wer sich etwas wünscht, gibt die Verantwortung an jemanden ab, der ihm diesen Wunsch erfüllen soll.

Regel 3: Ein gutes Ziel ist ehrgeizig!

  • War ein Ziel, wenn man es nicht erreicht hat, zu hoch gesteckt? Nein, ein Ziel muss ehrgeizig gesteckt sein. So ehrgeizig, dass man es bei grösstmöglichem Einsatz aus eigener Kraft erreichen kann.
  • Eine Garantie gibt es nicht.

Regel 4: Vorbilder nützt man durch Analyse – nicht durch Kopie!

  • Wirklich lernen kann von einem Vorbild nur, wer herausfindet, welche Fertigkeiten und Eigenschaften das Vorbild erfolgreicher machen.

Regel 5: Lernen passiert mit dem Eingeständnis von Unwissen!

  • Wenn ich etwas will, muss ich jemanden fragen, der es weiss.
  • Es gibt keinen Grund, eine Frage nicht zu stellen. Trauen Sie sich. Das bringt Sie Ihren Zielen näher.

Regel 6: Wer an Fehler denkt, wird Fehler begehen!

  • Der sicherste Weg, einen Fehler zu begehen, ist der unbedingte Versuch, ihn zu vermeiden.
  • Wir Menschen können nicht nichttun.
  • Fehler sind ein natürlicher Teil jedes Prozesses und gehören zum Erfolg dazu. (Was nicht heisst, das man sie akzeptieren darf)

Regel 7: Man bricht eine Regel nicht, bevor man sie nicht verstanden hat!

  • Wer besser sein will, muss anders sein. Eigene Wege gehen, neue Ideen haben, unkonventionelle Massnahmen ergreifen.
  • Nicht ein Querdenken aus Prinzip, sondern ein Hinterfragen und evtl. den Mut haben, bisherige Wege durch bessere Alternativen zu ersetzen

Regel 8: Leistung entsteht nicht aus Selbstvertrauen. Selbstvertrauen entsteht aus Leistung!

  • Nichts ist gefährlicher als ungerechtfertigtes Selbstvertrauen.
  • Selbstvertrauen muss immer die Folge vorausgegangener Leistungen sein. Selbstvertrauen will verdient werden.

Regel 9: Erfolg rechtfertigt jeden Aufwand. Aber nicht jeden Preis!

  • Höchste Ziele können nur erreicht werden, wenn ich bereit bin, Ihnen alles unterzuordnen.
  • Erfolg kann nur als absolute Priorität stehen.
  • Man sollte das, was man gerne tut, zur Perfektion bringen. (Lebensaufgabe)
  • Jeder Wettkampf muss hart geführt werden, aber immer fair.

Regel 10: Man kann Misserfolg nicht ausschliessen. Aber man kann richtig damit umgehen!

  • Man muss lernen und akzeptieren, dass Misserfolge unvermeidbar sind und zum Erfolg dazu gehören.
  • Der Umgang mit Niederlagen ist eine kurze, konzentrierte Analyse. Abhaken, weiterarbeiten.
  • Solange man leidet, kann man nicht die richtigen Schlüsse ziehen.

Regel 11: Talent ist zweitrangig!

  • «Genie ist 1% Talent und 99% harte Arbeit.»
  • Entscheidend ist nicht, wie gut jemand ist ohne zu üben. Entscheidend ist, wie gut jemand ist, wenn er/sie daran gearbeitet hat, so hart er/sie kann.
  • Leute, die besonderen Erfolg haben, sind immer arbeitswilliger, konsequenter, opferbereiter und disziplinierter als andere.

Regel 12: Wirklich gut wird man nur in etwas, das man liebt!

  • Durchhaltewillen, Fleiss, Konsequenz, Unbeirrbarkeit werden mit der Zeit zur Qual, wenn man seinen Beruf nicht liebt. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für nachhaltigen und dauerhaften Erfolg.

Regel 13: Nicht zu arbeiten ist besser, als schlecht zu arbeiten!

  • Derjenige hat die Nase vorn, der mehr Arbeit in höherer Qualität leisten kann.
  • Fleiss ist eine hohe Tugend. Doch Fleiss ist kein Selbstzweck. Fleiss ist ein Mittel zum Zweck.

Regel 14: Leistung kann man erzeugen. Erfolg muss geschehen!

  • Es ist wichtig, sich an der Leistung zu orientieren, nicht am Erfolg. Der Erfolg stellt sich dann von alleine ein.
  • Erfolge, die trotz schlechter Leistung erzielt werden, sind gefährlich.

Regel 15: Die Substanz setzt sich am Ende durch, nicht die Oberfläche!

  • Was immer zeitgemäss war und sein wird, ist ehrliche, aufrichtige, harte Arbeit. Ohne die geht es nicht.
  • Wenn man hohe Ziele verfolgt, dann muss das Ziel sein, zu den Besten zu gehören und sich an den höchsten Massstäben zu orientieren.
  • Wichtige Werte dafür sind: Fairness, Ehrlichkeit, Disziplin, Leidenschaft, Substanz, Freude.

Regel 16: Erfolg entscheidet sich nicht am Ende, sondern am Anfang!

  • Champions verwerten nicht mehr Chancen, sie erarbeiten sich mehr Chancen.
  • Die entscheidende Herausforderung in jeder Arbeit ist nicht die Extremsituation. Es sind Normalität und Routine. Dort fällt die Entscheidung über Erfolg und Misserfolg.

Regel 17: Eine gute Führungspersönlichkeit muss zuerst Persönlichkeit sein!

  • Optimale Leistung entsteht in einem klar strukturierten Team eigenverantwortlich arbeitender Menschen.
  • Respekt und Vertrauen sind die ersten Voraussetzungen einer guten Führungsperson.