Ein Mandat, das mir wieder einmal mehr bestätigt hat, worauf es in der Führung wirklich ankommt

Warum ich meinen Job liebe
Ich liebe meinen Beruf als Headhunter. Nicht wegen der Lebensläufe oder der Deals, sondern wegen der Menschen. Ich habe immer wieder die Möglichkeit, mit spannenden Persönlichkeiten zu sprechen – über Business, über Führung, über Erfolg, aber auch über das, was nicht funktioniert hat. Genau diese Gespräche sind es, die mir immer wieder zeigen, worauf es wirklich ankommt. In einem aktuellen Mandat hatte ich wieder so einen Moment. Ein Gespräch, das mir einmal mehr bestätigt hat, wie entscheidend Klarheit in der Führung ist.

Ein Mandat mit ehrlichen Einblicken
Ich habe vor Kurzem für einen Kunden eine Führungskraft gesucht. Wie so oft sind wir nicht einfach über Lebensläufe gegangen, sondern haben bewusst Gespräche im Umfeld geführt – mit dem Team, mit Schnittstellen und mit Personen, die später direkt mit dieser Führungskraft arbeiten würden. Genau dort entstehen die ehrlichen Einblicke. In einem dieser Gespräche hat mir eine erfahrene Führungskraft gesagt, er habe erst in den letzten Jahren wirklich verstanden, worauf es in der Führung ankommt. Ich habe mit etwas Komplexem gerechnet. Seine Antwort war einfach: Klarheit. Und genau das bestätigt sich in fast jedem Mandat.

Das eigentliche Problem beginnt leise
Viele Führungskräfte starten mit den richtigen Absichten. Sie wollen ein gutes Klima schaffen, fair sein und ihre Mitarbeitenden motivieren. Das Problem beginnt dort, wo sie anfangen, gemocht werden zu wollen. Dann werden Themen nicht mehr angesprochen, Verhalten wird toleriert, obwohl man genau weiss, dass es nicht passt, und Konflikte werden vermieden. Kurzfristig fühlt sich das angenehm an. Langfristig wird es teuer – für das Team, für die Kultur und am Ende für das Ergebnis.

Wenn Klarheit fehlt, verliert das Team Energie
Wenn wir in Mandaten tiefer gehen, zeigt sich immer wieder das gleiche Bild: unklare Erwartungen, unklare Rollen, unklare Verantwortung. In diesem Mandat hat jemand aus dem Team gesagt: „Wir wissen oft nicht, woran wir sind.“ Genau das ist der Punkt. Wenn Klarheit fehlt, entsteht Unsicherheit. Und Unsicherheit kostet Leistung. Und zwar jeden Tag.

Führung heisst führen – nicht gefallen
In diesem Gespräch hat die Führungskraft etwas gesagt, das sehr klar war. Er meinte, er habe für sich gelernt, dass er nicht da sei, um gemocht zu werden, sondern um zu führen. Dass er respektvoll sei, zuhöre und die Menschen ernst nehme – aber gleichzeitig klar sage, was er erwarte, was funktioniere und was nicht. Und dass er Entscheidungen treffe, auch wenn sie nicht immer angenehm seien. Ruhig, direkt und ohne grosses Drumherum. Ich habe ihm in dem Moment zugestimmt. Genau das ist auch meine Haltung. Führung ohne Klarheit ist keine Führung. Es ist ein Versuch, es allen recht zu machen – und der scheitert fast immer. Ich musste innerlich schmunzeln. Einfach genial auf den Punkt gebracht.

Was Mitarbeitende wirklich wollen
Die meisten Menschen wollen nicht weniger Führung, sondern bessere Führung. Sie wollen wissen, was ihre Aufgabe ist, wofür sie verantwortlich sind und woran sie gemessen werden. Wenn das klar ist, entsteht Orientierung. Und aus Orientierung entsteht Leistung. Wenn es nicht klar ist, entstehen Diskussionen, Reibung und Energieverlust.

Zuhören ist kein Soft Skill
Ein Punkt, der oft unterschätzt wird, ist das Zuhören. Nicht jeder Mitarbeitende braucht dasselbe. Wenn ich mir keine Zeit nehme, das zu verstehen, führe ich an den Menschen vorbei. Genau das sehen wir immer wieder in Unternehmen, die zu uns kommen. Es wird geführt – aber nicht wirksam.

Warum der Lebenslauf nicht reicht
Viele suchen Führungskräfte über den Lebenslauf. Das reicht nicht. Ich sehe viele starke Profile, aber trotzdem passt es oft nicht – nicht wegen der Leistung, sondern wegen der Haltung. Und genau dort liegt der Unterschied.

Unser Ansatz bei Extendis
Deshalb gehen wir bei Extendis bewusst tiefer. Wir holen Einschätzungen aus dem Umfeld ein, sprechen mit den Menschen, die später mit dieser Führungskraft arbeiten, und stellen direkte Fragen: Kannst du dir diese Person wirklich als Führungskraft vorstellen? Würdest du ihr folgen? Das sind keine angenehmen Fragen, aber sie entscheiden darüber, ob eine Besetzung funktioniert oder nicht. Genau dort trennt sich gute von wirkungsvoller Führung.

Was ich vom Motorsport gelernt habe
Ein Klient von mir hat im Motorsport gearbeitet, unter anderem bei Audi in 24-Stunden-Rennen. Dort spricht man nicht von guten Teams, sondern von Winning Teams. Jeder kennt seine Rolle, jeder weiss, wann er liefern muss, die Kommunikation ist klar und Vertrauen ist nicht verhandelbar. Es gibt keinen Platz für Unklarheit. Genau das ist Führung.

Was sich in fast jedem Mandat zeigt
Fachlich gute Kandidaten gibt es viele. Was oft fehlt, ist Klarheit in der Führung und Passung im System. Und genau dort entscheidet sich, ob ein Team funktioniert oder nicht.

Wenn Sie aktuell eine Führungsposition besetzen möchten oder merken, dass es im Team nicht rund läuft, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Nicht nur auf den Lebenslauf, sondern auf Führung, Haltung und Passung.

Wenn Sie merken, dass genau dort der Hebel liegt, begleiten wir Sie gerne – mit Klarheit, ehrlichen Einschätzungen und einem klaren Blick für Passung.

Motivierte Grüsse,


Marc Thurner
Inhaber Extendis AG

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