Das ehrlichste Feedback eines Stammkunden

Letzte Woche durften wir ein Mandat erfolgreich abschliessen. Es war nicht das erste Projekt mit diesem Kunden. Wir arbeiten seit mehreren Jahren zusammen und gerade deshalb schätze ich die Gespräche nach einem abgeschlossenen Mandat besonders. Stammkunden kennen unsere Arbeitsweise. Sie wissen, was wir tun. Und sie sagen offen, was ihnen gefällt – oder eben nicht. Bei unserem Abschlussgespräch stellte ich die Frage, die ich nach jedem Mandat stelle: «Was hat aus Ihrer Sicht den Unterschied gemacht?» Die Antwort kam sofort: «Sie haben nicht nur die Stelle besetzt, sondern die Situation nachhaltig verbessert.» Dieser Satz hat mich besonders gefreut. Und er beschreibt unseren Ansatz wahrscheinlich besser als jede Marketingbroschüre.

Die eigentliche Herausforderung war nicht die Vakanz

Als wir das Mandat übernahmen, wurde schnell klar, dass die Herausforderung nicht allein darin bestand, geeignete Kandidatinnen oder Kandidaten zu finden. Die Vakanz war das sichtbare Symptom. Im Hintergrund gab es unterschiedliche Erwartungen, offene Fragen und eine gewisse Anspannung im Team. Jede Person hatte ihre Sicht auf die Situation. Genau deshalb wäre es aus unserer Sicht falsch gewesen, sofort mit der Kandidatensuche zu beginnen. Natürlich hätten wir das tun können. Doch eine Stelle möglichst schnell zu besetzen bedeutet nicht automatisch, das Problem nachhaltig zu lösen.

Zuerst verstehen. Dann suchen.

Bevor wir den Markt analysierten oder Kandidaten ansprachen, wollten wir verstehen, was tatsächlich gebraucht wird. Deshalb führten wir Gespräche mit verschiedenen Personen im Unternehmen: mit der Geschäftsleitung, mit den direkten Vorgesetzten und auch mit Mitarbeitenden, die später mit der neuen Person zusammenarbeiten würden. Dabei geht es nicht darum, Entscheidungen zu delegieren. Die finale Entscheidung bleibt selbstverständlich beim Unternehmen. Aber die Perspektiven der Menschen, die täglich mit der neuen Führungskraft oder Fachperson arbeiten werden, sind wertvoll. Oft erfahren wir dadurch Dinge, die in keinem Stellenbeschrieb stehen und in keinem Organigramm sichtbar werden.

Ehrlichkeit schafft Vertrauen

Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist Transparenz. Wir legen offen auf den Tisch, was eine Kandidatin oder ein Kandidat in den ersten Wochen und Monaten der Probezeit ohnehin herausfinden wird: die aktuelle Situation, die echten Herausforderungen, die Erwartungen im Team und die Themen, die vor Vertragsunterzeichnung angesprochen werden sollten. Manche vermeiden solche Gespräche. Wir suchen sie bewusst. Denn was im Rekrutierungsprozess verschwiegen wird, kommt später trotzdem ans Licht – oft einfach zu einem deutlich ungünstigeren Zeitpunkt. Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist die Grundlage für langfristig erfolgreiche Arbeitsverhältnisse.

Der Unterschied zeigt sich am ersten Arbeitstag

Ein Aspekt wird bei Stellenbesetzungen häufig unterschätzt: Die Akzeptanz einer neuen Führungskraft oder Fachperson beginnt nicht erst am ersten Arbeitstag. Sie beginnt bereits während des Rekrutierungsprozesses. Wenn Mitarbeitende einbezogen werden, wenn ihre Sichtweise gehört wird und wenn sie verstehen, weshalb eine bestimmte Person eingestellt wird, entsteht ein anderes Fundament. Die neue Person startet nicht als Fremdkörper im Team, sondern in einem Umfeld, das vorbereitet ist, den Entscheid nachvollziehen kann und bereit ist, den gemeinsamen Erfolg mitzutragen. Genau dieser Unterschied entscheidet oft darüber, ob jemand lediglich ankommt oder wirklich erfolgreich wird.

Das Feedback des Kunden

Nach Abschluss des Mandats brachte unser Kunde diesen Gedanken auf den Punkt: «Dass Sie mit unseren Mitarbeitenden gesprochen haben, war entscheidend. Sie kamen als neutraler Dritter ins Unternehmen und haben Dinge sichtbar gemacht, die wir intern selbst nicht mehr wahrgenommen haben. Dadurch haben Sie nicht einfach eine Stelle besetzt, sondern die Situation nachhaltig verbessert.»

Für mich war dieses Feedback weit mehr als ein Kompliment. Es war die Bestätigung, dass unser Ansatz funktioniert.

Warum wir diesen Weg gehen

Executive Search bedeutet für uns weit mehr als die Suche nach qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten. Wir wollen verstehen, bevor wir suchen. Wir wollen die Menschen, die Kultur und die Herausforderungen eines Unternehmens kennenlernen. Wir wollen offen ansprechen, was andere lieber ausklammern. Und wir wollen dafür sorgen, dass eine neue Person nicht nur eingestellt wird, sondern langfristig erfolgreich sein kann. Das benötigt manchmal etwas mehr Zeit, mehr Gespräche und mehr Tiefe. Aber genau daraus entstehen nachhaltige Lösungen. Und wenn ein langjähriger Stammkunde am Ende sagt: «Sie haben nicht nur die Stelle besetzt.» Dann wissen wir, dass sich dieser Weg lohnt.

Extendis AG – Executive & Professional Search

Wir besetzen nicht nur Positionen. Wir schaffen nachhaltige Lösungen.

Herzlichst,

Marc Thurner

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